Linksrum in den Bundestag – Nicolas Schäfstoß kandidiert

Der Weg in den Bundestag ist zumeist kein kurzer und linksrum nicht die einfachste Richtung. Dennoch hat sich eine Person auf genau diesen Weg gemacht – unser Redaktionsmitglied Nicolas Schäfstoß.

Den Vorwurf, unsere Generation sei politikverdrossen, lässt linksrum nicht gelten. Linksrum im Allgemeinen und Nicolas im Besonderen sind Gegenbeispiele für diese zu Unrecht weit verbreitete Vorstellung. Die Formen der politischen Beteiligung junger Menschen – online und offline – in Parteien, Gewerkschaften, Verbänden aber genauso in sozialen Bewegungen und Protestbewegungen gegen die Missstände sind vielfältig.

Das ist in Zeiten wie diesen auch besonders notwendig. Unsere Welt ist enorm in Bewegung und gerade in der Krise werden Weichen gestellt, die auf Jahre Einfluss auf Strukturen nehmen werden. Man denke an Entscheidungen, wie die zur Einführung der Schuldenbremse, die nicht nur auf die jetzige junge Generation sondern auch auf folgende wirken wird. Es ist deshalb umso wichtiger, dass wir als junge Generation hier bei der Entscheidungsfindung aktiv mitmischen.

Nicolas bringt sich schon seit vielen Jahren ein und ist auf verschiedenen Ebenen insbesondere bei den Jusos und in der SPD aktiv. Seit 2008 gestaltet er die Arbeit der Jusos Stuttgart mit, der mitgliederstärksten Juso-Gliederung in BaWü. 2010 wurde er als Sprecher der Jusos Stuttgart gewählt, nachdem er auch im Bundestagswahlkampf 2009 seine großen Wahlkampferfahrungen eingebracht hatte. Als Juso-Sprecher wirkte er nicht nur in die Partei hinein, beispielsweise bei der Beschlussfassung für gebührenfreie Kitas, sondern setzte sich in Bündnisarbeit gemeinschaftlich mit unterschiedlichen Partner*innen von Gewerkschaften, Verbänden und Initiativen für vielfältige Themen, z.B. den Kampf gegen rechts ein. Der Einsatz für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft ist Nicolas, der selbst einen Migrationshintergrund hat, schon immer eines der drängensten Anliegen.

Auf den ersten Blick hat die jetzige junge Generation weit mehr Möglichkeiten zur Lebensgestaltung als jemals eine Generation zuvor. Praktisch gesehen aber ist die vollständige Teilhabe für viele eben nicht möglich. Das kann den wirtschaftlichen Verhältnissen angelastet werden, in denen durch zunehmend prekäre Arbeitsverhältnisse und europaweit gesehen massive Jugendarbeitslosigkeit viele Türen zur freien und selbstbestimmten Lebensgestaltung versperrt sind. Es gibt aber auch nach wie vor viele institutionelle Hürden, die beispielsweise die vollständige Durchsetzung von Gleichberechtigungsgrundsätzen und eine selbstbestimmte Lebensführung verhindern – fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Betreuungsgeld sind Beispiele, genauso wie die rechtliche Ungleichbehandlung homosexueller Partnerschaften. Daran, dass Fragen von Gleichheit und Gerechtigkeit nicht nur im nationalstaatlichen Kontext zu denken sind, erinnert Nicolas auch immer wieder. Als jungem überzeugtem Europäer, der seinen Migrationshintergrund mit einem Drittel der jungen Menschen in Baden-Württemberg teilt, sind es dabei besonders Fragen nach Bildung und Perspektiven, die für ihn hier eine zentrale Rolle spielen.

Aus seiner Begeisterung für Europa lieferte Nicolas sowohl für die Jusos, als auch die SPD immer wieder wichtige und fundierte inhaltliche Impulse. Seine Vision von einem vereinigten, sozialen und demokratischem Europa wurden nicht nur in Anträgen lebendig, sondern auch in leidenschaftlichen Redebeiträgen. Längst gilt er als einer der wenigen jungen Menschen im SPD-Landesverband, die Rufe nach “Internationaler Solidarität” auch mit konkreten Inhalten füllen und andere dafür begeistern können.
Während viele in der Krise in nationale Egoismen verfallen, ist es wichtig daran zu erinnern, dass es immer eines der zentrale Ziele der Integration war, die Lebens- und Beschäftigungsbedingungen aller Menschen in Europa zu verbessern und den Rückstand weniger begünstigter Gebiete zu verringern. Doch auch innerhalb der EU hielt die neoliberale Ideologie Einzug mit weitreichen negativen und sozialen Folgen, wie sinkenden Löhnen, auseinanderdriftenden Einkommen und zunehmend prekären Beschäftigungsverhältnissen. Die Verankerung von sozialen Grundrechten in der EU, eine koordinierte gemeinschaftliche Wirtschaftpolitik und vor allem der Ausgleich wirtschaftlicher Ungleichgewichte zwischen den Regionen sind Zukunftprojekte, deren Forderung und Umsetzung auf allen Ebenen voran getrieben werden müssen. Gerade in der Krise hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen mit europapolitischer Weitsicht auch im Bundestag vertreten zu haben, um eine zunehmende Spaltung Europas zu verhindern. Dazu kann und wird Nicolas einen wichtigen Beitrag leisten.

Linksrum ist ein Zusammenschluss junger politisch aktiver Menschen, die sich Gedanken darüber machen, was um sie herum und in der Welt passiert und durch kritische Betrachtungen genauso wie direktes politisches Engagement versucht, Einfluss zu nehmen.
Nicolas beschreitet mit seiner Kandidatur für den Bundestag einen Weg, im direkten politischen Betrieb den Gestaltungsspielraum zu nutzen – für eine klare Idee davon, wie Gesellschaft solidarisch und gerecht gestaltet werden soll. Dabei kann er sich unserer Unterstützung sicher sein – linksrum, solidarisch und kämpferisch.

This entry was posted in Allgemein, Visionen / Utopien. Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.